Die Belletristen

Erzählkunst in allen Formen und Farben

Welche Herr der Ringe-Übersetzung ist die beste?

Matthias J. Lange hat sich einer über Jahrzehnte geführten Diskussion genähert: welche ist die beste Ausgabe bzw. Übersetzung der Tolkien-Werke.

Die Argumentation seines Videos ist durchaus verständlich, spiegelt sie doch die verbreitetste Meinung innerhalb der Fan-Kreise wieder. Das durfte ich übrigens auch selbst spüren, als ich mich in Interesse neuer Herr der Ringe-Ausgaben mich bei Thalia mit einer Buchhändlerin unterhielt. Auch sie war der Hardliner-Meinung die Krege-Übersetzung sei grob missraten. Ich schließe mich dieser Meinung nicht an, was möglicherweise auch daran liegt, dass ich den Herr der Ringe zunächst in der Krege-Übersetzung in die Finger bekam. Kurz gesagt: mich hatte diese Fassung ebenso in den Bann gezogen wie viele Generationen davor es von der Carroux-Übersetzung behaupten.

Dennoch handelt es sich hierbei nicht nur um ein Liebhaber-Problem verschiedener Leser-Generationen; es gibt durchaus große Unterschiede. Wer auf prosaisch schöne Erzähltexte legt, wird mit Carroux besser bedient. Und doch atmet man Staub, wenn man erst einmal die altertümliche Dialogsprache liest. Da spricht der Bauer wie der König. Das ist bei Krege deutlich besser gelöst. Er gab vor allem den Hobbits eine natürlichere Sprache, wenn sich dort auch einige unpassende Begriffe finden wie z.B. „Chef“ und „Firma“.
Beim Hobbit verschiebt sich dieses Verhältnis: hier bevorzuge ich stets Krege, weil er das Buch vom Kinder-Genre entfernt und alle Gedicht vollständig übersetzt hat. Die Scherf-Übersetzung lässt letztere oftmals unerwähnt und orientiert sich auch sonst eines eher kindlichen Lesers.
Fazit: im Grunde folge ich der Darstellung von Lange, auch wenn ich die (ältere) Krege-Übersetzung nicht soooo ablehnenswert finde. Aber da wir beide keine literaturwissenschaftliche Methodik anwenden (ist auch besser so) bleibt es ein bisschen Geschmackssache.

redaktion42's Weblog

Die Herr der Ringe-Trilogie als Filme und jetzt die Hobbitverfilmung bringt hat bei vielen Bekannten das Interesse an den Büchern von J.R.R. Tolkien geweckt. Immer wieder kommt die Frage: Welche Ausgabe der Bücher soll ich mir denn kaufen? Welche Übersetzung ist die beste?

Und mit dieser Frage treffen sich einen wunden Punkt in der ganzen Diskussion unter den Mittelerde-Fans, denn es gab im Laufe der Zeit mehrere Ausgaben der beliebten Bücher. Natürlich ist das englische Original am besten: Hier kommt die Sprache von Tolkien natürlich hervorragend zur Geltung. Wer aber des Englischen mächtig ist, sich aber dennoch bei rund 1000 Seiten Herr der Ringe dann doch nicht so sicher ist, der greift auf eine der zahlreichen deutschen Übersetzungen zurück. Und hier der klare Tipp: Schaut euch den Übersetzer an und wann das Buch erschienen ist. 

Ich selbst bin mit der Herr der Ringe-Übersetzung von Margaret Carroux eingestiegen. die das Buch…

Ursprünglichen Post anzeigen 236 weitere Wörter

Über Martin Beyer-Festerling

Dipl.-Berufspäd. Martin Beyer-Festerling hat Medizin- und Pflegepädagogik sowie Philosophie an der TU Dresden studiert. Er schreibt Hörspielskripte und Kurzgeschichten, betätigt sich aber zudem als Sprecher und produziert hin und wieder Hörspiele.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 3. Januar 2013 von in Aktuelles, BÜCHER_kiste, kontro_VERSE und getaggt mit , , .

Top Beiträge & Seiten

Wenn du unsere Projekte mitverfolgen willst, kannst du per Mail von uns benachrichtigt werden.

Schließe dich 1.111 Followern an

%d Bloggern gefällt das: