Die Belletristen

Erzählkunst in allen Formen und Farben

Von Katalonien nach Apulien ‒ Ein Reisebericht (5. Teil)

Fünfter Tag (Montag): Oceanogràfic

International bekannt ist Valencia vor allem durch seine Fußballmannschaft. Ein Grund mehr, das Stadion des FC Valencia zu besuchen, das sich in unmittelbarer Nähe zu den Institutsgebäuden der Universität befindet, die wiederum eine der größten des Landes ist.

Ciudad de las artes y de las ciencias

Eine der Hauptattraktionen in Valencia ist der Museumskomplex Ciudad de las Artes y de las Ciencias mit seiner spektakulären Architektur. Das Ausstellungsareal beherbergt neben einem Wissenschaftsmuseum (Museo de las Ciencias Príncipe Felipe), einem 3D-Kino mit Planetarium (L’Hemisfèric) und einer Konzerthalle (Palacio de las Artes Reina Sofía) auch Europas größtes Oceaneum, das Oceanogràfic. Für den stolzen Eintrittspreis von 27,90 EUR wurde viel geboten. Gegliedert nach verschiedenen Meeresregionen (Arktis, Atantik, Karibik, Mittelmeer) sind die einzelnen Arten in riesigen Aquarien zu beobachten. Das größte Aquarium, das allein 7 Millionen Liter fasst, ermöglicht durch einen 30 Meter langen Tunnel, die Meereswelt der Bermudas unmittelbar und zum Greifen nah zu erleben und die Fische, darunter eine nicht geringe Zahl Haie, aus nahezu allen Perspektiven zu beobachten. Es war schon interessant, zu erleben, wie ein so ein riesiger Hai, nur durch wenige Zentimeter Sicherheitsglas getrennt, direkt neben oder über mir schwamm.
Den krönenden Abschluss bildete eine Delphinshow in einem eigens zu diesem Zweck errichteten Atrium. Die erste halbe Stunde wurde von einem Ansager bestimmt, der sich mehr als Motivator denn als Kommentator verstand und in nicht enden wollendem, temperamentvollem Redeschwall den Massen einheizte. Wie die Delphine für Kunststücke dressiert werden können und wozu sie in der Lage sind, war äußerst interessant zu beobachten.

Rückweg durch den Jardins del Turia in die Altstadt. Was mir in Barcelona bereits auffiel, fand ich hier bestätigt: Es stinkt fast überall nach einer Mischung aus fauligem Müll, eingetrocknetem Urin und Desinfektionsmittel. In Italien ist mir das bislang kaum aufgefallen, aber hier ist es nahezu überall präsent.
Das Home Hostel Valencia strahlt eine warme, freundliche und familiäre Atmosphäre aus. Mit Marzia, Federico und Michael, mit denen ich mir das Zimmer teile, war ich abends in verschiedenen Bars und Clubs. Zuletzt tanzten wir im ‚Kongo‘, wo ein Spanier im Affenkostüm herumsprang, was besonders bei den Italienern, die hier die Mehrheit bildeten, ankam. Als dann auch dieser Club schloss, verbrachten wir noch einige Zeit bei eisgekühltem Martini vor den Stufen der Lonja de la Seda.

Hagen Schäfer

Über Hagen Schäfer

Dr. Hagen Schäfer hat an der TU Chemnitz und der Universität Leipzig Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft studiert und promovierte zum Hörspiel in der frühen Bundesrepublik. Er hat einige wissenschaftliche Aufsätze für Zeitschriften und Jahrbücher publiziert. Darüber hinaus ist er journalistisch tätig, schreibt kleinere Prosa und Hörspiele. In unserem Blog wird er auch dann und wann über seine Reisen berichten.

Ein Kommentar zu “Von Katalonien nach Apulien ‒ Ein Reisebericht (5. Teil)

  1. h0ffnung
    1. September 2014

    wow – diese Architektur ist ja der Hammer, Valencia kommt damit auf die lange Liste der noch zu bereisenden Ziele🙂

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 1. September 2014 von in Aktuelles, REISE_koffer und getaggt mit , .

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