Die Belletristen

Erzählkunst in allen Formen und Farben

Andalusien – Ein Reisebericht (10. Teil)

Zehnter Tag (Mittwoch): Alcazaba y Castillo de Gibralfaro de Málaga

Alcazaba de Malaga

Alcazaba de Malaga

Hatte ich gestern von der Promenade aus bereits die angestrahlte Alcazaba und das Castillo de Gibralfaro auf dem Berg hoch über der Stadt bewundern können, sollten heute diese beiden Befestigungsanlagen auf meinem Programm stehen. Doch zuvor erkundete ich die Altstadt, die über die Plaza de la Marina mit dem Hafengebiet verbunden ist. Dort weist die Statue des El Cenachera auf die Ursprünge Málagas hin. Das Herzstück der Altstadt bildet die mächtige Kathedrale der Renaissance mit dem in unmittelbarer Nähe befindlichen Palacio Episcopal. An der Plaza de la Merced befindet sich das Haus, in dem der berühmteste Sohn der Stadt, Pablo Ruíz Picasso, 1881 das Licht der Welt erblickte. Doch bereits als der zehn Jahre alt war, zog er mit seiner Familie in das galizische A Coruña. Seit 2003 gibt es in der Stadt ein Museo Picasso mit einem Fundus von reichlich 200 Werken des Ausnahmetalents.

Stierkampfarena von Malaga

Stierkampfarena von Malaga

Alcazaba und Gibralfaro erlangten ihre endgültige Gestalt im 14. Jahrhundert ‒ Letztere zum Schutz Ersterer vor dem Beschuss von Seeseite ‒ unter der Regentschaft des Nasridenkönigs Yusuf I. Das bewahrte die Mauren aber nicht davor, dass die Stadt 1487 durch die Christen rückerobert wurde und damit zugleich das Ende ihrer Herrschaft in Andalusien nur noch eine Frage der Zeit war. Die Alcazaba, die sich direkt über dem römischen Theater erhebt, ist kleiner als die vergleichbaren Anlagen in Granada und Almería und bietet demjenigen, der die anderen beiden kennt, kaum Neues. Der Palastbereich mit den arkadengesäumten Innenhöfen, Gärten und Wasserspielen lädt aber zum Verweilen ein. Über einen endlos erscheinenden, steil ansteigenden Weg gelangte ich, vollkommen durchgeschwitzt im sich hoch über der Stadt erhebenden Castillo de Gibralfaro an, das allein schon durch seinen Ausblick auf die darunterliegende Alcazaba, die Altstadt mit der Kathedrale, den Hafen und die Stierkampfarena freigibt. Nach einer kleinen Stärkung und einem Bummel durch die Einkaufstempel rund um die Plaza de la Solidaridad verbrachte ich die Abendstunden an der Strandpromenade.

Strandpromenade von Malaga

Strandpromenade von Malaga

Über Hagen Schäfer

Dr. Hagen Schäfer hat an der TU Chemnitz und der Universität Leipzig Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft studiert und promovierte zum Hörspiel in der frühen Bundesrepublik. Er hat einige wissenschaftliche Aufsätze für Zeitschriften und Jahrbücher publiziert. Darüber hinaus ist er journalistisch tätig, schreibt kleinere Prosa und Hörspiele. In unserem Blog wird er auch dann und wann über seine Reisen berichten.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 26. August 2015 von in Aktuelles, REISE_koffer und getaggt mit .

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