Die Belletristen

Erzählkunst in allen Formen und Farben

Die Elfen 6 – Die goldenen Pfade

Hinein in die 2. Staffel! Nach dem fulminanten Ende der ersten Staffel steigen wir wieder in die Welt von Hennens „Elfen“ ein und treffen sogleich auf neue wie auch altbekannte Charaktere. Der Krieg der Elfen und Trolle ist nach wie vor nicht beigelegt und so sucht Trollhexe Skanga noch immer nach einem Weg, die Elfenkönigin Emerelle zu töten. Diese residiert zum Zeitpunkt der Handlung in einer Burg im Herzland völlig ungeschützt, da ihre Armee unter der Führung des Schwertmeisters Ollowain einer falschen Fährte erliegt und sich zu allem Überfluss noch einen Fluch einfängt. Skanga indes nutzt die entstandene Schwachstelle, um auf den goldenen Pfaden zur Burg vorzudringen. Emerelle sieht das Unglück kommen und trifft eine folgenschwere Entscheidung.

51ElfA6KO4L._AA300_So viel zur großen Politik. Tonangebender in der neuen Folge ist aber die geheime Rebellion der Lutin. Das sind kleine, fuchsgesichtige Schurken, die zwar das Herz am rechten Fleck, aber die Hand oft an fremdem Eigentum haben. Wir begleiten Elija Glops und den kleinen Nikodemus auf ihrer Flucht vor den dunklen Geschehnissen in Albenmark und lauschen den sehr unterhaltsamen Erzählerpassagen von Ganda (Laura Maire), die sich getarnt unter den Hofstaat Emerelles gemischt hat und von dort aus ihr Spionagewerk ausübt. Herzzerreißend ist auch die tragische Geschichte um die schwangere Mondblüte. Konstanze Ullmer holt dabei alles raus und rührt zu Tränen. Einige wirklich großartige Auftritte hat auch wieder Luise Lunow als die alte Vettel Skanga, aber das sind wir von ihr ja gewöhnt. Eine weitere positive Erscheinung ist Laura Maire als Ganda. Mir gefiehl bereits in Folge 4 die Idee, Ich-Erzähler in die Geschichte einzubinden und auch in dieser Folge funktioniert die Sache einwandfrei. Ganda gibt diesem Hörspiel eine gewisse Lockerheit, sodass nicht alles vor totem Ernst erstarrt.

Die 6. Folge ist ein gelungener, sympathischer Einstieg in die neue Staffel. Besonders die kleinen, warmherzigen Geschichten am Rande der Historie machen das Hörspiel hörenswert. Weiter so!

Über Martin Beyer-Festerling

Dipl.-Berufspäd. Martin Beyer-Festerling hat Medizin- und Pflegepädagogik sowie Philosophie an der TU Dresden studiert. Er schreibt Hörspielskripte und Kurzgeschichten, betätigt sich aber zudem als Sprecher und produziert hin und wieder Hörspiele.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 3. Oktober 2015 von in Aktuelles, HÖRSPIEL_truhe und getaggt mit , , .

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