Die Belletristen

Erzählkunst in allen Formen und Farben

Die Elfen 7 – Die Bibliothek von Iskendria

Die Sieben ist eine magische Zahl. Und ebenso magisch ist die Welt von Bernhard Hennens Elfen. Im nunmehr siebten Teil der Hörspielreihe verschlägt es die fuchsgesichtige Lutin Ganda und den Elfen-Schwertmeister Ollowain nach Iskendria. Elfenkönigin Emerelle hat die beiden wegen den ins Diesseits eingedrungenen Geistern (Yingiz) in die Bibliothek geschickt, um mehr über das Wesen und den Schwächen der Yingiz in Erfahrung zu bringen.

81tq4jv+-gL._SL1200_Die Bibliothek von Iskendria ist ein Mikrokosmos und erinnert in seiner Eigentümlichkeit an Moers Stadt der träumenden Bücher. Doch statt gefräßiger Bücher lauern dort Rivalen aus alter Zeit und lästige Bücherwürmer, die marode Regale anknabbern und so genannte Bücherstürze verursachen. Tonnen um Tonnen von Schriftwerken ergießen sich dann wie Lava über die alten Räumlichkeiten und zerquetschen alles, was dort noch unvorsichtigerweise herumläuft. Aufgrund dieses besonderen Handlungsortes hat die gesamte 7. Folge eine ebenso besondere Stimmung. Feinde werden zu Freunden, Freunde zu Feinden, Geheimnisse werden verheimlicht, Geheimnisse werden gelüftet und am Ende steigert sich das Ganze zu einem turbulenten, lebensgefährlichen Finale. So muss das sein!

Als neuen Sprecher in der Runde begrüße ich diesmal Santiago Ziesmer, den viele als Spongebob Schwammkopf kennen. Hier gefällt er mir einmal mehr als Hörspielsprecher (goldener Auftritt bei Dorian Hunter) und spricht einen unscheinbaren Kobold, der schlussendlich doch nicht ganz unscheinbar ist. Auch Laura Maire gibt als Lutin Ganda wieder alles und macht das ganze Hörspiel sowohl in den Erzählpassagen als auch im dialogischen Spiel sehr sympathisch. Ich hatte die Idee der Lutin als Ich-Erzählerin schon in der letzten Folge gelobt und dabei bleibe ich auch diesmal! Bernd Rumpf habe ich schon oft genug gelobt – den lasse ich heute mal weg.

Alles in allem eine weitere Steigerung der Reihe. Die zweite Staffel präsentiert sich bisher noch ein bisschen geordneter, noch ein bisschen dramatischer und noch ein bisschen unterhaltsamer als die erste Staffel.

Über Martin Beyer-Festerling

Dipl.-Berufspäd. Martin Beyer-Festerling hat Medizin- und Pflegepädagogik sowie Philosophie an der TU Dresden studiert. Er schreibt Hörspielskripte und Kurzgeschichten, betätigt sich aber zudem als Sprecher und produziert hin und wieder Hörspiele.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 7. Oktober 2015 von in Aktuelles, HÖRSPIEL_truhe und getaggt mit , , , , .

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